Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) mahnt Fotos von Naturkatastrophen ab
Anwälte der Deutsche Presse-Agentur (DPA) bzw. ihre Bildtochter Picture-Alliance haben uns angeschrieben wegen älteren Fotos die Naturkatastrophen zeigen.
Zitat: Der Unternehmenszweck der dpa ist laut Statut die Sammlung, Verarbeitung und Verbreitung von Nachrichten-, Archiv- und Bildmaterial jeder Art.
Die Agentur verpflichtet sich, diese Aufgabe „unparteiisch und unabhängig von Einwirkungen und Einflüssen durch Parteien, Weltanschauungsgruppen, Wirtschafts- und Finanzgruppen und Regierungen“ zu erfüllen. Die dpa verbreitet mit eigenen Korrespondenten weltweit Nachrichten in Text, Ton, Grafik und Bild.
Bilder welche angemahnt wurden waren frei zugänglich und mit Link zur Quelle ausgewiesen, und behandeln Tagesgeschehnisse, unter der Betrachtung der Klimakrise – welche es weiterhin gibt.
Zusätzlich war bei den meisten Bildern nicht erkenntlich daß es sich um Bildmaterial der DPA handelt, sie wurden z.B. von MSNBC oder AP veröffentlicht, und weisen auch diese als Rechteinhaber aus.
Weiterhin wird Bildmaterial indirekt über die Rundfunkgebühr entlohnt, also u.a. von Blogbetreibern. Die DPA erhält von vielen Rundfunkanstalten Vergütungen für Bild‑ und Textnutzungen sowie für gemeinsame Dienste (z. B. Bild‑ und Video‑Feeds, Nachrichtenlieferungen). Öffentlich‑rechtliche Sender kaufen Lizenzen oder zahlen Mitglieds‑/Kooperations‑ bzw. Nutzungsgebühren für Inhalte und Verbreitungsrechte.
Weil Bild-Quellen verlinkt sind kann auch davon ausgegangen werden das ein Teil der Besucher die entsprechenden Webseiten aufruft, und dort über kommerzielle Dienste (z.B. Werbeinblendungen) Einnahmen generiert. Und es hilft wohl auch im Suchmaschienenranking wenn wir Inhalte posten, immer mit den entsprechenden Verlinkungen.
Daher stellen wir fest das DPA Abmahnungen indirekt der deutschen Medienlandschaft schaden können, weil das Vorgehen gegen frei zugängliche Inhalte bedeutet das in Zukunft weniger Inhalte geteilt werden (weniger Backlinks), weil man befürchten muß wieder abgemahnt zu werden.
In den USA gibt es für deratige Nutzung von Inhalten die Fair-Use Rechtsdoktrin, und wir finden das sollte es auch in Deutschland geben.
KI: In Deutschland gibt es laufende Diskussionen und Initiativen, die Elemente von “fair use” oder liberaleren Schrankenregelungen fördern:
- Gesetzesdiskussionen: Politiker*innen, Verbände (z. B. Wikimedia, VG Media-Kritiker) und NGOs fordern Ausweitungen der Schranken zugunsten von Bildung, Wissenschaft, Meme‑ und Quellennutzung; Reformvorschläge tauchen in parlamentarischen Debatten und Anhörungen auf.
- Rechtsprechung & Verwaltung: Gerichte und die EU‑gerichtliche Entwicklung (Urteil C‑610/19 Deckmyn u. a.) beeinflussen Auslegung von Ausnahmen; das Urheberrecht wird zunehmend im Lichte der Meinungs‑ und Informationsfreiheit geprüft.
- Projekte & Initiativen: Open‑Content‑Bewegung, Creative‑Commons‑Förderung und Bildungsinitiativen drängen auf erweiterte Nutzungsrechte in Schulen, Forschung und bei Nicht‑kommerziellen Nutzungen.
- EU‑Rahmen: Die EU‑Urheberrechtsrichtlinie (2019) und deren nationale Umsetzung haben neue Ausnahmen/Regelungen gebracht (z. B. für Text‑ and Data‑Mining, Bildungsnutzung), und es gibt Forderungen nach weiteren harmonisierten, flexibleren Schranken, die fair‑use‑ähnliche Flexibilität bieten.
Teaser image: Photo by camilo jimenez on Unsplash
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